Urs Mannhart

Urs Mannhart, geboren 1975. Er beschäftigt sich mit Tierphilosophie, Erkenntnistheorie und entschleunigter Mobilität. Für «Bergsteigen im Flachland» erhielt er den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis. Er lebt als Schriftsteller, Reporter und Biolandwirt in La Chaux-de-Fonds.

Gschwind
oder Das mutmasslich zweckfreie Zirpen der Grillen
Gschwind
Urs Mannhart
oder Das mutmasslich zweckfreie Zirpen der Grillen
2021, Secession Verlag Berlin

Am Ende fühlt sich Pascal Gschwind wie sein eigener Schatten. Aus der Untersuchungshaft entlassen, scheint ihm alles entglitten: Familie, Freunde und die Träume des unermesslichen wirtschaftlichen Erfolgs. Er hat die Realitäten verkannt, sie haben ihn getäuscht. Mannharts Roman ist sowohl Wirtschaftskrimi wie psychologischer Familienroman, gespickt mit aktuellen Themen: Ausbeutung der Natur, Masslosigkeit und Beziehungsunfähigkeit. Er beschreibt gesellschaftliche Zustände in drastischen Bildern.

«An seinen Tesla gelehnt, von starker Müdigkeit erfasst, blickt Gschwind zum Eingang der Klinik. Staunend stellt er fest, dass diese Klinik im Grunde viel Geld mit einer Ruhe verdient, die ihr ein so gut wie menschenleeres Tal jeden Tag neu und kostenlos zur Verfügung stellt. Ein beneidenswertes Businesskonzept.»

SO   11:00–11:45
Urs Mannhart
Lesung und Gespräch
Säulenhalle